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Das sind die Plattformen der Gen Z

3 Min. Lesezeit  ·  
Anna Dömling
17. November 2015

In der Welt der Filterblasen und maßgeschneiderten Inhalte wird es uns schwergemacht, über unseren eigenen Bildschirmrand hinauszublicken. War es für uns noch selbstverständlich, über LAN-Kabel zu stolpern oder die Telefonleitung zum Surfen zu blockieren, scheint dies für Teenager wie aus einer weit entfernten Welt. Smartphone, Tablets und Mobile-Data-Paket lautet heute die Devise. Höchste Zeit also, den Bildschirm zuzuklappen und die Jugend ihre Erkenntnisse ‚swipen’ zu lassen.
Stellvertretend haben wir Katharina, 15 Jahre, nach den Plattformen gefragt, die für sie am bedeutendsten sind.

WhatsApp – Ohne das geht gar nichts

Ein Klassiker. Eigentlich jeder, der ein Smartphone besitzt, nutzt meiner Meinung nach auch WhatsApp. Ehrlich gesagt, war auch gerade diese App der Grund, warum ich mir überhaupt ein Smartphone gewünscht habe. Durch WhatsApp wurde auch ich endlich einmal informiert: Ich weiß jetzt die ganze Zeit, was meine Freundin im Nachbarhaus macht, ohne sie anrufen zu müssen oder gar hinüberzugehen. Das ist die eine Seite von WhatsApp, die meine Eltern nicht sonderlich nachvollziehen können. Die andere ist, dass man auch bei wirklich wichtigen Themen im ständigen Kontakt mit anderen Personen stehen kann; oder auch mit Freunden aus dem Ausland ohne zwei Wochen auf eine Antwort-Mail warten zu müssen.
WhatsApp ist eine einfache Kommunikationsmöglichkeit, die für mich kaum mehr wegzudenken ist.
Aber warum gerade WhatsApp? Bevor WhatsApp richtig populär geworden ist, habe ich öfter geskypt und als alle Angst hatten, weil WhatsApp von Facebook gekauft wurde, Telegram genutzt. Das ist so ziemlich das gleiche wie WhatsApp, nur ist es eben nicht wirklich WhatsApp. Telegram findet sich schon länger nicht mehr auf meinem Handy. Denn man nutzt eben das, was auch die eigenen Freunde nutzen. Was bringt es mir, wenn ich auf einem Netzwerk angemeldet bin, aber niemanden zum Chatten habe?

Facebook – Was soll ich damit? Ich habe doch Instagram!

Auf Instagram lade ich eigene Bilder hoch und like oder kommentiere die Bilder anderer Instagramer. Klingt ähnlich wie Facebook, ist es auch. Das kann ich aber nur vom Hörensagen vergleichen, denn ich besitze keinen Facebook-Account. Auch in meinem Freundeskreis kenne ich wenige, die Facebook aktiv nutzen. Mein vier Jahre älterer Bruder hingegen schon, dafür kein Instagram.
Aber zurück zu Instagram. Ich nutze es täglich, weil es jeden Tag Neues zu sehen gibt und ich so meiner Langeweile Abhilfe verschaffen kann. Ich kann Bilder von allen möglichen Leuten sehen. Das scheint zwar nicht besonders spannend, ist es aber: Stars und Prominente posten private Bilder, Klamottenmarken veröffentlichen Bilder ihrer neuen Kollektionen oder Wimperntusche wird getestet und bewertet.
Über Instagram informiere ich mich auch über aktuelle Themen – in Form von Bildern natürlich. Nutzt sich Facebook wirklich anders?

Snapchat – Meine Neuentdeckung

Mit Snapchat kann ich meinen Freuden Fotos senden, die nach dem Öffnen nur ein paar Sekunden zu sehen sind und nur durch einen Screenshot gespeichert werden können. Meine Freunde und ich nutzen die App, um immer mitzubekommen, was wir gerade machen… ob wir wollen oder nicht. Ich nutze Snapchat noch nicht lange. Grund für mich, die App downzuloaden war wiederum, weil das ALLE haben. Aber es ist eine lustige Art zu kommunizieren und sich auszutauschen.

YouTube – Meine Videowelt

Zu guter Letzt darf YouTube natürlich nicht fehlen. Ich nutze YouTube nicht unbedingt täglich, wie die anderen Plattformen, aber regelmäßig. Auf YouTube kann ich einfach alles finden. Für mich dient das Videoschauen hauptsächlich der Unterhaltung. Ob ich Fail-Videos oder „Assi TV“ sehe, eigentlich egal. Eine große Rolle bei der Videoauswahl spielen bei mir auch immer Vorschläge von Freunden. Wir sehen, worüber wir uns danach auch ausgiebig austauschen können.

Abhängig vom Smartphone

Während ich diese Zeilen schreibe, fällt mir auf, dass Instagram und Snapchat fast nichts bieten, was nicht schon da gewesen wäre. Und doch sind sie aus meinem und dem Leben meiner Freunde nicht wegzudenken. Das regelmäßige Nutzen sozialer Netzwerke macht mich von meinem Smartphone abhängig. Aber irgendwie muss ich einfach, ich könnte ja sonst etwas total Wichtiges verpassen. Übrigens nutze ich größtenteils mein Smartphone, kaum den Computer, das als Abschluss.

Vielen Dank, Katharina, für deine Einblicke!

WhatsApp, Instagram, Snapchat und YouTube statt nur E-Mail, Facebook und YouTube. Um die Gen Z erreichen zu können, müssen wir uns in Zukunft also auf ganz neue Kanäle einstellen. Nutzt ihr Snapchat?

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