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In 7 Schritten zum Virtual-Reality-Versteher

5 Min. Lesezeit  ·  
Sabrina Proske
1. August 2016

Wieso man sowohl als Marketing-Leitung, Brand-Advisor oder Content Creator Virtual Reality ausprobiert haben muss, man die Fernsehdramaturgie dabei vergessen kann und im Moment das ganze Feld (noch) eine Spielwiese ist.

 

Schritt 1: Die Basics – Kennen Sie die Unterschiede!

Immerzu ploppen neue Formate aus dem Boden. Gerade eben haben wir 3D-Filme hinter uns gelassen, 4K war plötzlich in aller Munde und nun steht schon wieder etwas Neues vor der Tür: Virtual Reality. Aber Achtung, wir müssen hier differenzieren: VR („echte VR“), AR, 360° und VR-Brillen aus Pappe. Denn es gibt dabei nicht nur technische, sondern auch inhaltliche Unterschiede.

Wenn Sie nun zu den Leuten gehören, die bei den Begriffen keine Unterschiede machen, dann lesen Sie weiter. Denn genau für Sie ist dieser Text geschrieben. Mit diesen Basics meistern Sie jedes erste VR-Gespräch.

Virtual Reality, kurz ‚VR‘, ist die Wahrnehmung und Darstellung in 360°. Diese sog. „echte VR“ kann man nur mit VR-Headsets betrachten, eine vollkommen freie Bewegung im Raum ist möglich, vollständige Interaktion ist gegeben und die Welt ist in einer 3D-Enginge wie Unity oder Unreal gebaut.

Augmented Reality ‚AR‘ dagegen ist die erweiterte Realität und bezeichnet die Einblendung einzelner Objekte oder visueller Zusatzinformationen in die reale Welt. Das sieht dann aus, wie bei einer Fußballübertragung, bei der die Abseitslinien oder die Torentfernung beim Freistoß digital für den Fernsehzuschauer eingefügt werden oder aber auch Pokeman Go und seine Verknüpfung von realer Welt und Pokemons. Besonders für Messen im B2B und B2C-Bereich bietet sich diese Form von VR besonders gut an.

Und unter einem 360°-Video verstehen wir Videocontent, in welchem wir uns zwar umschauen können, aber die Kopfposition verändert sich nicht und die Interaktion ist nicht möglich. Trotzdem sind für Firmen solche Videos sehr rentabel, da sie den User auch auf beeindruckende Weise durch Rundum-Videos in eine Welt ziehen können. Die Betrachtung ist sowohl mit VR-Headsets als auch mit einem 2D-Display möglich. Dafür kann man auch das Handy mit einem Cardboard aus Pappe verwenden, um einer „echten VR“-Experience ein bisschen näher zu kommen.

160727 VR Inhalte

 

Da Sie nun die Begriffe kennen, können wir jetzt mehr ins Detail gehen:

 

Schritt 2: Das MindsetRaus aus der Comfort Zone!

Sie sind ein neugieriger Mensch? Sie sind auf der Suche nach dem „Next Big Thing“? Und sie lieben alles, wo „Innovation“ draufsteht? Wenn sie diese Voraussetzungen mitbringen, sind sie bei VR genau richtig. Ihr Problem: Technisch verstehen sie nicht viel davon. Sie denken: Das ist doch eigentlich egal, denn wenn sie mit Leuten aus der Branche reden, stellen sie fest, dass die meisten auch keine Ahnung davon haben. Leider führt genau dieser Gedanke, dass der Andere es schon richten wird, dazu, dass wir bisher keine bis wenige coole VR-Cases haben. Also bewegen Sie sich raus aus ihrer Komfortzone und fangen Sie an, das neue Format zu verstehen! Denn nur, wenn Sie als Auftraggeber wissen, was Sie wollen, kann eine befruchtende Zusammenarbeit zwischen Ihnen und den Kreativen entstehen.

Wie kommen Sie nun also zu der Erfahrung, von der ich spreche?

 

Schritt 3: Die ErfahrungVRBrille aufsetzen und selber ausprobieren!

Hatten Sie schon mal eine echte VR-Brille wie die Oculus Rift oder das HTC Vice auf? Ich glaube, Sie können sich denken, wie meine Antwort an Sie lautet, wenn Sie jetzt Ihren Kopf schütteln. Aber keine Sorge, wer VR erleben möchte, muss dazu nicht unbedingt die teure Oculus kaufen. Es gibt viele Möglichkeiten, sich eine solche Brille aufzusetzen und auszuprobieren. Das Frauenhofer Institut beispielsweise bietet Hackathons an, bei denen Sie mitmachen können. Alternativen sind die wesentlich günstigeren Cardboards. Für 20 – 25 Euro bekommt man z.B. das Google Cardboard, ein Bastelset aus Pappe, für VR mit Smartphones.

Der Gedanke in eine virtuelle Welt einzutauchen und völlig von den visuell und akustischen Eindrücken übermannt zu werden, hört sich erst einmal an wie ein abgefahrener Drogentrip ohne Nebenwirkungen. Mit Elefanten zu schwimmen, Mordfälle zu lösen oder von Kindern aus Syrien erzählt zu bekommen, wie der Krieg zu ihnen kam, bekommt durch das neue Erlebnis ganz neue Dimensionen. Es geht dabei aber nicht einfach darum, in alle Richtungen schauen zu können, sondern das unendlich geile Gefühl zu erzeugen, mittendrin zu sein. Und darüber hinaus: 360° bietet die Möglichkeit, Usern neue Erzählperspektiven zu geben, die ein normaler Film nicht hat. Auch wenn ich das Wort doof finde, aber hier passt es, es bringt im besten Fall einen „Mehrwert“. Und für Leute wie mich, die nicht auf eine große Gamer-Kindheit zurückblicken können, ist es, als würde einem die Welt neu erklärt werden.

Doch um genau diese neue Welt richtig zu bedienen, müssen wir umdenken. Denn jedes neues Format hat ihre eigene Erzähldramaturgie. Wie sie VR-Geschichten auf keinen Fall erzählen sollten und wo die Chancen des Marketings liegen, erfahren Sie im zweiten Teil von „In 7 Schritten zum Virtual-Reality-Versteher“!

 

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