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Binge-Watching: Bald auch auf Facebook?

3 Min. Lesezeit  ·  
FourScreens Redaktion
25. September 2017

Was das für Werbung und Branded-Video bedeutet:

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg plant die Dienste seines Netzwerks weiter auszubauen. Laut Medienberichten (Handelsblatt Online) sollen noch dieses Jahr Serien und TV-Inhalte auf der Plattform angeboten werden. Playern wie Amazon oder Netflix Konkurrenz zu machen, sei nach Gerüchten nicht der Plan. Schwer zu glauben, wenn man im Netz liest, dass es sich um Serien des Kalibers „House Of Cards“ handeln soll.

Das Geschäftsmodell von Facebook bleibt natürlich dennoch ein anderes als von Netflix und Co.: Mit hochwertigem Content im Bereich Entertainment und Serien, bieten sich für Facebook Chancen für neue und immersivere Werbeformen, nahe an den Interessen der Nutzer.

 

Datenvermarktung und effektivere Werbung

Da Facebook nicht von Abonnenten, sondern Werbeeinnahmen und Daten, lebt, bringen eigenproduzierte Serien auf der Plattform neue Nutzungsdaten. Werbung, die die Fans einer Serie erreichen soll, kann dann viel spezifischer geschaltet werden, passend zur Handlung der Serie und den Vorlieben der Nutzer. Zusätzlich können die Daten und Werbeplätze rund um Serien-Content natürlich auch genutzt werden, um die User von einem Dienst des Portals zum nächsten zu leiten und sie auf der Plattform zu halten: Beispielsweise von der Serie direkt zur Fanpage oder einem Produkt, das in der Serie platziert wurde. Die Nutzer verbringen so noch mehr Zeit auf Facebook und es bieten sich neue und auch effektivere Werbeplätze.

 

Werbung näher am Nutzer

Durch das immense Wissen, das Facebook in immer neuen Lebensbereichen sammelt, wird immer mehr Werbung entstehen, die so gezielt ist, dass der Nutzer sie mehr als Entertainment und Empfehlungen, passend zu individuellen Interessen, wahrnimmt, anstatt als nervigen sponsored Post, der den User Flow unterbricht. Ein Mikrotargeting der Zielgruppen wird immer wichtiger: Alter, Geschlecht und grobe Vorlieben reichen hier nicht ansatzweise aus, um auf Facebook noch wirklich relevant zu sein.

Jede Form der Werbung, die sich nur mit den Grundzügen von Verteilung beschäftigt, oder eine Strategie, die auf eine zu breite Streuung setzt, verliert. Der Nutzer will ein persönliches Erlebnis und das gilt eben auch bei Anzeigen.

 

Videowerbung im Story Universe der Serie

Videos werden so, noch mehr als zuvor, zum wichtigsten Werbeformat. Marken können innerhalb des Genres, mit den Charakteren und angepasst an die Handlung einer Serie, Videowerbung immer spezifischer und individueller für bestimmte Zielgruppen produzieren und ausspielen. Direkt eingebunden in das Umfeld einer Episode oder subtil in den User Flow der Fans, kann Facebook, als Inhaber der Serien-IP, innovative und storygetriebene Werbeplätze zur eigenen Serie anbieten. Neue, frische Erzählweisen, die mit den Inhalten der Serie spielen, technische Innovationen und Werbung, ganz nah am User, werden möglich.

 

Facebook hat durch eigene Serien, wenn es denn wirklich dazu kommen sollte, die Chance neue Nutzergruppen zu erschließen und sich für neue Werbekunden und Formate in Stellung zu bringen. Inhaltlich hat Facebook noch nicht sehr viel verlauten lassen. Aber ein weiterer Schritt, um die Stellung als führende Kommunikations-, Entertainment- und Werbeplattform im Netz auszubauen, wäre es allemal.

 

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