Branded content auf Instagram

3 Min. Lesezeit  ·  
FourScreens Redaktion
5. März 2018

Influencer vs. Eigenständigkeit

Instagram zählt mittlerweile zu einer der wichtigsten Plattformen im Netz. Die Struktur des sozialen Netzwerkes spricht vor allem die jüngere Zielgruppe an, die zunehmend mehr Zeit auf Instagram, als auf den Konkurrenzplattformen Facebook und Co. verbringt – Tendenz steigend. Dementsprechend hat sich das Bildernetzwerk innerhalb der letzten Jahre rasant, vom einstigen Urlaubsfotoalbum, zu einer top Plattform für Werbecontent entwickelt. Knapp jeder achte Post ist gesponsert, dazu kommen etliche „Influencer“, die auf ihren Seiten werbliche Inhalte präsentieren. Aber was ist der beste Weg für Marken?

 

Der Hype um Social Influencer

Influencer-Marketing erfreut sich auf Instagram großer Beliebtheit, denn es geht um Menschen, die Menschen ansprechen. Influencer pflegen beinahe eine Art „Freundschaft“ mit ihren Abonnenten und können authentisch Produkte und Marken integrieren. Instagram ist generell in der Ansprache viel authentischer und personenbezogener als z.B. Facebook. Ein weiterer großer Vorteil: Influencer kennen ihre Zielgruppe ganz genau und haben die Möglichkeit, diese themenspezifisch anzusprechen. Und auch wenn es im Zusammenhang mit den jungen Social-Media-Stars immer wieder Skandale und Vorwürfe zu Schleichwerbung gab, reißt der Hype um die „Beeinflusser“ nicht ab.

Beispiele:

     

 

Kooperation oder Community Building

Brands haben dementsprechend zwei Möglichkeiten: Entweder Kooperationen oder selbständig einen eigenen Account aufbauen, was ohne langem Atem und schlagkräftiger Content-Strategie unmöglich ist. Wer sich dafür entscheidet, einen zur Marke passenden Influencer zu suchen, läuft jedoch auch immer Gefahr, dass der Match mit der Zielgruppe nicht zu hundert Prozent sitzt. Und natürlich begibt man sich zusätzlich sich in ein Abhängigkeitsverhältnis, in dem man – selbst, wenn man strategisch sinnvolle Influencer Relationships aufbaut – für jede Kampagne immer wieder überproportional viel Media einplanen muss.

 

Wichtig: Nähe zu den Followern

Laut Amy Cole, Business-Operations-Verantwortliche von Instagram, ist Instagram der perfekte Ort, um eine eigene Community aufzubauen, die sich mit der jeweiligen Marke identifiziert (omr.com). Dementsprechend ist es die nachhaltigste Methode, sich an den Denkweisen der Influencer zu orientieren und eigenständig Kanäle in diesem Stil aufzubauen. Möglich, jedoch nur mit einer Content-Strategie, die über ein reines Kampagnendenken hinausgeht.

 

To-do´s für Advertiser:

Werbetreibende Unternehmen sollten sich merken: Bei Instagram zählt vor allem die Nähe zu den Followern. Marken, die das Interesse ihrer Zielgruppe wecken wollen, müssen sich im Vorfeld genau überlegen, was für die Nutzer von Interesse ist und dementsprechend sehr regelmäßig auch relevanten Content posten.
Zudem ist es extrem wichtig, explizit Inhalte für Instagram zu produzieren und keinen Content von bestehenden Plattformen zu reposten. Denn dann besteht erstens kein Anreiz zusätzlich den Instagram-Kanal zu abonnieren und zweitens passt der Content nicht automatisch zu den Nutzungsgewohnheiten der Plattform.

 

Nicht besser… anders!

Was die einzelnen Social Influencer so besonders macht, ist die Art, wie sie mit ihren Communities kommunizieren (horizont.net), inklusive ihrer jeweils einzigartigen Bildsprache, ihrer Art der Contentproduktion und nicht zu vergessen ihre Persönlichkeiten selbst. Marken können daraus lernen: Sie sollten nicht versuchen zu kopieren oder besser zu sein als andere – wichtig ist es, anders zu sein und so über jedes Contentpiece hinweg seine eigene, einzigartige Instagramsprache zu finden.

 

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