Videomarketing - Content first!

Videomarketing auf Facebook deutlich effektiver als Fotos.

3 Min. Lesezeit  ·  
Oliver Schwamb
18. Februar 2015

Wer auf Facebook mit seinen Posts Fans erreichen will, sollte sich vom Gebrauch von Fotos verabschieden. Sinnvoller, weil effektiver, sind native Videos.

Ein erneutes Umdenken von Marketers auf Facebook ist gefordert, denn eine Studie von Socialbakers ergibt, dass Foto-Posts mit 3,7% die schlechteste organische Reichweite aller Post-Arten haben. Die Zahlen die Socialbakers erhebt, stammen aus dem letzten Quartal 2014 und Januar und Februar 2015. In einer Analyse von über 670.000 verschiedenen Posts zeigt sich, dass die höchste organische Reichweite durch Posts mit nativen Facebook-Videos erreicht werden kann. Zurückführen lässt sich dieser Anstieg auch auf die starke mobile Nutzung von Facebook. Denn das Videoerlebnis ist auf mobilen Geräten intensiver als auf Desktopgeräten. Interessant an der Studie von Socialbakers ist auch, dass die organische Reichweite von reinen Status-Posts höher ist, als die von Posts, die einen Link enthalten. Für alle Post-Arten liegt die organische Reichweite aber unter 9%.

Noch schlechter sind die Werte für die erreichten Fans. Auch hier ist die Reihenfolge der erfolgreichsten Post-Arten die gleiche: native Videos erreichen 5,7% der Fans einer Seite, gefolgt von Status-Posts, Links und an letzter Stelle Foto-Posts mit 2,3%. Gründe für diese Verteilung sind mit Sicherheit auch im „Newsfeed-Algorithmus“ Facebooks zu finden. Dieser war es, der den Foto-Posts zu ihrem massiven Einsatz verhalf, weil diese besser gerankt wurden und häufiger angezeigt wurden. Nun scheint es, als hätte Facebook darauf reagiert und den Algorithmus zugunsten von Video-Posts optimiert.

Diese Entwicklung ist so weit erstmal nicht überraschend, denn der Trend zum Bewegtbild ist schon lange zu erkennen. Allerdings wird es in Facebook auch für Videos weiterhin heißen: Content first. Denn nur, wenn die Inhalte die Fans überzeugen, werden sie diese positiv annehmen. Gerade auch in Hinblick auf die mobile Nutzung ist eine übergeordnete Multiscreen-Strategie sinnvoll (siehe hierzu: Klassische Geschichten funktionieren nicht mehr“ – eine Content-Strategie für Multiscreen).

So zwingt Facebook die Marketers zu einem Umdenken, das ihnen letztlich zugutekommen wird.

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Foto: Till Krech (CC3.0; cropped)